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Das Forstamt für Schieder/Glashütte jetzt verwaltet von Horn-Bad Meinberg hat eine Gesamtgrösse von ca 8.ooo ha Wald (ein Fussballfeld entspricht 0.7ha), der naturnah bewirtschaftet wird. Die Ausdehnung und Zergliederung ist anhand der folgenden Karte ersichtlich. Die dunkelgrün gezeichneten Flächen gehören zur Forst Schieder. Die Wälder waren einst im Besitz des fürstlichen Herrscherhauses, dann seit 1919 lippisches Landesvermögen, welches seit 1948 vom Landesverband Lippe verwaltet wird.Der Kernbereich des Forstamtes ist der Schwalenberger Wald zwischen Schieder, Glashütte und Lügde, in dem die Buche als Hauptbaumart in verschiedenen natürlichen Waldgesellschaften vorkommt.
Naturbelassene Bachläufe, beschauliche Teiche (z.B. der Seerosenteich auf dem Mörth), Naturschutzgebiete sowie andere geschützte Bereiche, zahlreiche Bodendenkmäler aus Vor- und frühgeschichtlicher Zeit (z.B. die Herlingsburg in Glashütte, Alt-Schieder), artenreiche Wildbestände (Dam-, Muffel,- Schwarz,- und Rehwild) und herrliche Aussichtspunkte bieten ein vielseitiges und abwechslungsreiches Naturerlebnis.
Natur im Kreis Lippe:
Geprägt durch die Mittelgebirgslandschaften Teutoburger Wald und Lipper Bergland, weist der Kreis Lippe eine Vielzahl ökologisch wertvoller Lebensräume auf. Diese Vielfalt kommt auch in den Schutzgebieten zum Ausdruck; neben Auenlandschaften wie im Emmertal gehören unter anderem Bergheiden bei den Externsteinen, Magerrasen rund um Lügde sowie Wald- und Moorbereiche auf dem Schwalenberger Mörth und am Donoper Teich zu den unter Schutz gestellten Lebenräumen des Kreises Lippe. Sie sind wichtige Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere, die in immer stärker baulich und landwirschaftlich genutzten Gebieten nicht überleben können.
Naturschutz praktisch:
Die Biologische Station Lippe betreut solche vorwiegend im Rahmen der Landschafts- planung ausgewiesenen Schutzgebiete, indem sie nach detaillierten Untersuchungen der Tier- und Pflanzenwelt Pflege- und Entwicklungsmassnahmen konzipiert und umsetzt. Magerweiden werden gepflegt, Uferstreifen bepflanzt, Hecken und Obstwiesen angelegt und instandgehalten, Laichplätze für Amphibien geschaffen, ehemalige Moorstandorte freigestellt und wieder vernasst und vieles mehr. Die Skudde - Landschaftspflege mit Schafen. Viele wertvolle Biotope wie Magerweiden und Halbtrockenrasen entstanden in früheren Jahrhunderten als Folge einer extensiven Beweidung mit Schafen, Rindern oder Ziegen. Um diese Biotope auch heute in historischer Nutzung zu erhalten, hat die Biologische Station mit Unterstützung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung sowie in Kooperation mit dem Naturschutzbund Lippe und einem Schiederaner Schäfer eine Herde von Skudden aufgebaut. Diese vom Aussterben bedrohte Schafrasse eignet sich aufgrund ihrer Genügsamkeit hervorragend zur naturschutzgerechten Landschaftspflege in Lippe.





